Was ich an Herrn Martenstein so mag, ist die Eleganz, mit der er von ganz alltäglichen Dingen–seinem Sohn, der seine Zettel mit Botschaften einfach ignoriert–über eine Erweiterung: »Die Theorie lautet, dass man sich immer über die eigenen Fehler besonders stark aufregt, sobald man sie bei anderen beobachtet.« schließlich beim »Gore-Effekt« landet, »welcher eine starke, plötzliche, lokal begrenzte Abkühlung des Klimas bewirkt, sobald der Erwärmungsprophet Al Gore in der Nähe ist«. Das ist keineswegs eine Hütchen-auf-Stöckchen-Vorgehensweise, sondern die hohe Kunst, gelungene Glossen zu schreiben. Sehr erbaulich, das.
Musik, Film, Literatur, Schönes und Lustiges aus den Weiten des www
Freitag, 20. Februar 2009
Der »Gore-Effekt«
Was ich an Herrn Martenstein so mag, ist die Eleganz, mit der er von ganz alltäglichen Dingen–seinem Sohn, der seine Zettel mit Botschaften einfach ignoriert–über eine Erweiterung: »Die Theorie lautet, dass man sich immer über die eigenen Fehler besonders stark aufregt, sobald man sie bei anderen beobachtet.« schließlich beim »Gore-Effekt« landet, »welcher eine starke, plötzliche, lokal begrenzte Abkühlung des Klimas bewirkt, sobald der Erwärmungsprophet Al Gore in der Nähe ist«. Das ist keineswegs eine Hütchen-auf-Stöckchen-Vorgehensweise, sondern die hohe Kunst, gelungene Glossen zu schreiben. Sehr erbaulich, das.
Samstag, 25. Oktober 2008
Lauter Irre!

Diese Woche hadert Martenstein unter der Überschrift Lauter Irre! mit den Entscheidungen des Nobelpreis-Komitees, dabei fällt kein brauchbares Zitat, er hat einfach recht.
Ich teile die Menschheit in drei Kategorien ein: Zu ersten Kategorie gehören wir normale Menschen, die irgendwann in ihrer Jugend mal Äpfel geklaut oder im Supermarkt einen Schokoriegel in die Tasche gesteckt, sonst aber nicht viel ausgefressen haben. Die zweite Art von Menschen hat eine kleine kriminelle Ader. Und die dritte besteht aus Investmentbankern, bisher weitgehend legale Übeltäter.
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Der Besserverdienenden-Feminismus

Donnerstag, 9. Oktober 2008
Mir geht es gut. Ende.

Mittwoch, 1. Oktober 2008
Deutsche, kauft Hunde!

»Wenn ein Banker zum Kauf von Aktien rät, dann ist das so, als ob ein Schweinezüchter zum Verzehr von Schweinefleisch rät.«
Freitag, 26. September 2008
Martenstein

Mein Lieblingskolumnist in der ZEIT – Martenstein – ist heute ein wenig nachdenklicher als sonst. Kein Wunder, geht es doch um das Thema »Sex im Alter«. Aber es finden sich wieder Perlen wie: »Dieses Prekäre der modernen Beziehungen, verstehst du. Nichts ist selbstverständlich, dauernd kann es kippen. Ist das schön? Ist das Emanzipation? Ich finde, das ist Stress.« oder »Es ist ein Recht, kein Zwang. Ha!, rief er. Mit der Mobilität hat es genauso angefangen. Zuerst geben sie uns das Recht auf Freizügigkeit. Und dann heißt es, wer für einen mittelprächtigen Job nicht 500 Kilometer weit wegziehen will, ist, ach, ich weiß nicht, was. Ein Sozialschmarotzer. Ein Phlegmatiker. Freiheit und Zwang stehen nicht wirklich im Widerspruch zueinander.«